Schritt 1
Den Stoff bestimmen, der reduziert werden soll
Pollen, Feinstaub und Rauchpartikel sind Partikel und werden mit einem passenden Partikelfilter adressiert. Bestimmte Gerüche und gasförmige Verbindungen benötigen ein Sorptionsmedium wie Aktivkohle. Kohlendioxid und Feuchtigkeit erfordern Luftaustausch beziehungsweise Lüftungs- und Feuchtemanagement.
Schritt 2
Mit Raumvolumen statt nur Quadratmetern rechnen
Die Grundfläche berücksichtigt unterschiedliche Deckenhöhen nicht. Für die Luftmenge ist das Volumen aussagekräftiger:
Ein Raum mit 20 Quadratmetern Grundfläche und 2,5 Metern Höhe besitzt beispielsweise 50 Kubikmeter Volumen. Offene Türen, verbundene Räume und verwinkelte Grundrisse erschweren eine gleichmäßige Reinigung.
Schritt 3
CADR und Luftdurchsatz auf den Raum beziehen
CADR steht für Clean Air Delivery Rate. Die Kennzahl beschreibt, wie viel gereinigte Luft ein Gerät unter festgelegten Bedingungen für eine bestimmte Partikelart liefert. Reiner Ventilator-Luftdurchsatz und CADR sind daher nicht automatisch dasselbe.
Gereinigter Luftstrom in m³/h geteilt durch das Raumvolumen in m³ ergibt rechnerisch die Umwälzungen pro Stunde. Welche Rate sinnvoll ist, hängt von Nutzung, Quelle und Ziel ab; pauschale Herstellerflächen können mit unterschiedlichen Annahmen gerechnet sein.
Vergleichen Sie Werte auf der Betriebsstufe, die realistisch genutzt wird. Ein Maximalwert sagt wenig über den leiseren Dauerbetrieb aus.
Schritt 4
Lautstärke und Aufstellung praktisch prüfen
Schallangaben in Dezibel sollten derselben Betriebsstufe zugeordnet sein wie die Luftleistung. Für Schlaf- oder Arbeitsräume ist die Geräuschcharakteristik zusätzlich zum Zahlenwert relevant. Ansaug- und Ausblasflächen benötigen freien Raum; eine Ecke hinter Vorhängen ist meist ungünstig.
Schritt 5
Strom und Ersatzfilter mitrechnen
Zum Kaufpreis kommen Strom und Filter hinzu. Für einen realistischen Vergleich helfen Leistungsaufnahme auf der geplanten Stufe, tägliche Laufzeit, lokaler Strompreis sowie Preis und erwartetes Wechselintervall der Filter. Das tatsächliche Intervall hängt von Nutzung und Belastung ab.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob Original- oder freigegebene Ersatzfilter verlässlich erhältlich sind. Ein günstiges Gerät ohne passende Filter ist nicht dauerhaft nutzbar.
Zum Mitnehmen
Kurze Checkliste
- Zielstoff und passende Filtertechnik geklärt
- Raumvolumen statt nur Grundfläche berechnet
- CADR oder gereinigten Luftstrom nachvollziehbar verglichen
- Leistung und Lautstärke auf derselben Stufe geprüft
- Ozon erzeugende Funktionen ausgeschlossen oder kritisch bewertet
- Ersatzfilter, Filterpreis und Strombedarf berücksichtigt
- Aufstellort mit freien Luftwegen vorgesehen
Raumleistung, Betriebsstufe und verfügbare Ersatzfilter in den Produktangaben prüfen.