Stufe 1
Vorfilter: Schutz für die feineren Stufen
Ein Vorfilter hält gröbere Partikel wie sichtbaren Staub, Flusen und Haare zurück. Dadurch gelangt weniger grobes Material zum nachgeschalteten Hauptfilter. Waschbare Vorfilter dürfen nur dann feucht gereinigt werden, wenn der Hersteller dies ausdrücklich vorsieht; vor dem Einsetzen müssen sie vollständig trocken sein.
Stufe 2
Partikelfilter und HEPA: für Schwebstoffe
Mechanische Partikelfilter zwingen die Luft durch ein Fasermedium. Pollen, Feinstaub, Rauchpartikel und weitere luftgetragene Teilchen können darin abgeschieden werden. HEPA bezeichnet hocheffiziente Partikelfilter; H13 und H14 sind Filterklassen mit definierten Prüfanforderungen.
Auch ein sehr effizienter Filter hilft im Raum nur, wenn das Gerät genügend Luft durch den Filter bewegt. Luftdurchsatz, Dichtheit des Geräts, Betriebsstufe, Laufzeit und Aufstellung gehören deshalb immer zur Bewertung.
Ein Filter fängt Partikel auf, die ihn erreichen. Bereits auf Böden, Möbeln oder Textilien abgelagerter Staub wird dadurch nicht entfernt. Regelmäßige Reinigung bleibt sinnvoll.
Zusatzstufe
Aktivkohle: für bestimmte Gase und Gerüche
Aktivkohle besitzt eine große innere Oberfläche, an der bestimmte gasförmige Stoffe gebunden werden können. Welche Stoffe wie gut erfasst werden, hängt vom Medium, seiner Menge, der Kontaktzeit, den Umgebungsbedingungen und dem Beladungszustand ab.
Eine dünne Aktivkohlematte ist nicht automatisch mit einem umfangreichen Sorptionsfilter vergleichbar. Für Gasfilter gibt es im Verbraucherbereich zudem keine so verbreitete, einheitliche Leistungskennzahl wie CADR für Partikel. Konkrete, nachvollziehbare Herstellerangaben sind daher besonders wichtig.
Kritisch prüfen
Ionisation, Plasma und Ozon
Elektronische Verfahren können Partikel elektrisch laden oder chemische Reaktionen auslösen. Dabei können je nach Technik unerwünschte Nebenprodukte entstehen. Das Umweltbundesamt lehnt die gezielte Behandlung von Raumluft mit Ozon grundsätzlich ab; auch die US-Umweltbehörde EPA rät von Geräten ab, die absichtlich Ozon erzeugen.
Bei kombinierten Geräten sollte geprüft werden, ob eine Ionisations- oder Plasmafunktion vorhanden ist, ob sie vollständig abgeschaltet werden kann und welche unabhängigen Emissionsnachweise vorliegen.
Wartung
Warum Filterwechsel zur Leistung gehört
Mit zunehmender Beladung kann der Strömungswiderstand steigen und die Leistung sinken. Aktivkohle verliert mit der Sättigung ihre Aufnahmekapazität. Wechselanzeigen arbeiten je nach Gerät zeit-, laufzeit- oder sensorbasiert und ersetzen nicht immer eine Sicht- und Geruchskontrolle.
- Nur für das Modell freigegebene Filter verwenden.
- Filter nicht ausklopfen oder waschen, wenn dies nicht ausdrücklich vorgesehen ist.
- Beim Wechsel die Herstellerhinweise zu Hygiene und Entsorgung beachten.
- Vor dem Gerätekauf Preis und Verfügbarkeit der Ersatzfilter prüfen.
Raumvolumen, benötigte Luftleistung, Geräusch und Folgekosten gemeinsam betrachten.